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Paddelfreunde-Hohenlohe e.V.

Paddel- und Urlaubsberichte

unsere kleine Sammlung von Berichten führt uns nach Kehlheim, auf der Wiesent unterwegs an die Enz, es muss nicht immer im Neo sein, natürlich zur Rutsche und dem Brückenfest, zur Neuentdeckung der Lein und vom Floßfahrt auf dem Kocher eine willkommene Abwechslung..

weitere Berichte sind gerne gesehen !

Wilhelm Scheuermann
 

Auf der Wiesent von Doos nach Ebermannstadt unterwegs

Bericht Maren Häussermann und Bilder von Bernd Wohlfarth

Am Freitag (01.10.04) fuhren Bernd, Anna, Wulf, Aniko, Christian, Yvonne und ich an den Campingplatz "Bärenschlucht" im Püttlachtal.

Der Camingplatz in der Bärenschlucht

Anna, Bernd und ich kamen abends als letzte an und gingen total ausgehungert (wie sollte es bei mir auch anders sein?!) in das platzeigene Restaurant, wo die anderen 4 schon genüsslich ihr Essen verzehrten und uns mit großem Hallo empfingen. Nach dem Essen hieß es Zelt aufbauen. Gar nicht so leicht auf Schotterboden. Also halfen Christian, Wulf und Bernd Anna dabei, nachdem sie ihren WoMo bzw. Wohnwagen aufgestellt hatten. Ich hatte mittlerweile aufgegeben und stand mit schlechtem Gewissen bei Yvonne.

Wer alles so dabei war, Einstieg nach Katarakt in Doos?

Als diese Hürde bewältigt war setzten sich alle, bis auf Aniko und Wulf, in Bernds Wohnwagen und aßen ein Stück von Rosa's herrlichen Nusszopf(noch mal DANKE Rosa!) Dann ging es für Anna und mich ab ins Zelt.

Umtragestelle zwischen Weischenfeld und Doos

Am nächsten Morgen gab es erst mal ein wunderbares Nusszopffrühstück und dann ein langes Warten auf Martin, der mit seiner Ölkiste und DDR-Wohnwagen dran, langsam angetuckert kam. Wenig später ging es dann auf den Fluss. Aniko und Bernd im Canadier, Christian und Yvonne im Schlauchi und Wulf, Martin, Anna und ich im Kajak. Wir fuhren von Doos bis Ebermannsstadt, also 22 km.Doch zuerst die ewige Prozedur des Autoumstellens, während wir zu viert den Schlauchi von Yvonne und Christian aufpumpten, ganz schön anstrengend! Noch bevor die anderen zurück waren sichtete ich alte Bekannte: Kanu-Club Marbach, die teilweiße auch bei Retten und Bergen dabei gewesen waren. Als die Anderen dann da waren hieß es ab auf den Fluss. Wulf als schlechtes Vorbild, ohne Helm und Schwimmweste. Die Wiesent ist ein kleiner Fluss, der relativ zahm ist. Ab und zu gibt es aber auch Passagen mit ein bisschen Zug.

Treppe, Einstieg nach Beringersmühle

Gleich die erste solche Stelle nutzte ich zum Spielen, wobei ich gleich einen Anpfiff von Fahrtenleiter SD bekam, weil ich als Zweite fuhr und dadurch die Paddler hinter mir behinderte.Danach ging es weiter, jetzt ein ruhiges Stück. Als nächstes kam dann eine kleine Brücke, die ca. ½ m hoch war, also aussteigen. Weil die Marbacher nicht wirklich schnell waren, hatten wir sie wieder eingeholt, und mussten warten, bis sie den, für Paddler vorgesehenen Ausstieg räumten. Unserem 2. Vorsitzendem dauerte das allerdings zu lang. Er zog sein Boot also quer Feld ein aus dem Wasser, was auf der Wiesent verboten ist, wobei Christian nicht gerade erfreut war. Dann ging es weiter. Anna, Martin und ich wagten einen Landstart von der Brücke, was auch keine wirkliche Abwechslung war, abgesehen von dem Bodenkontakt beim Eintauchen.

Wulf bei einem seiner gewagten Brückenstarts

Das nächste Hindernis war ein Wehr, das Verboten war zu befahren. Zum Glück hatte der DKV dort einen kleinen Pfad gebaut, sonst wäre es gar nicht so leicht gewesen da zu laufen. Da wir alle schon ziemlich Hunger hatten, dachten wir es sei eine gute Idee, in ein Paddlerrestaurant zu gehen. Doch wie sich rausstellte, waren für Paddler nur Biertische draußen vorgesehen, die nur im Sommer bedient wurden. Also setzten wir uns an die Biertische und aßen das Selbstmitgebrachte. Als es dann ans Einsteigen ging, hatte Christian die geniale Idee, dass wir ja einen Landstart machen könnten. Dies bot sich wirklich an, denn zu den Bierbänken führte aus dem Wasser raus eine ca. 6 m lange Holztreppe, die sich wirklich gut zum runterrutschen eignete. Anna und ich wagten es, ohne es später zu bereuen.

Anna am Wehr der Sachsenmühle

Nach einem angenehmen Stück, das auch ab und zu zog, kam die berühmt, berüchtigte Sachsenmühle, mit dazugehörigem Wehr. Bernd und Aniko stiegen aus, und auch Yvonne verlies den Schlauchi, wobei Christian die todesmutige Fahrt wagte, wir Kajakfahrer hinterher. Es wurde uns erklärt, dass wir falsch gefahren sind, doch wie es richtig geht weiß ich immer noch nicht. In Muggendorf stiegen dann Aniko und Yvonne aus. Anna und ich nahmen prompt ihre Plätze ein. Anna im Schlauchi und ich im Canadier. Das letzte und wohl schlimmste, was an diesem Tag passierte lag aber noch vor uns: Bei dem eigentlichen Ausstieg, der beim Autoumstellen nicht gefunden wurde, war ein Wehr, über das eine Brücke lief, die durch lauter eng aneinander liegenden Pfosten gehalten wurde. Als wir dann den Schlauchi überheben wollten passierte es: ein kleines Eisenstück des Geländers riss eine 10 cm langes Loch in das Unterschiff des Bootes. Für Christian und Anna also Endstation. Wir anderen, die letzten 1,5 km alleine, zogen uns um und holten die restliche Mannschaft ab. Zurück am Campingplatz gingen wir wieder Essen. Martin, der diesen Sommer in Kanada gewesen war zeigte uns seine Urlaubsbilder. Zum Dank nahmen wir ihn kräftig auf den Arm.

Christian beim Sachsensprung mit dem anpassungsfähigen Schlauchi

Sonntag ging es nicht so gemütlich zu wie Samstags. Wir mussten alles einpacken, und die Wohnwägen an den Eingang des Campingplatzes stellen. Danach wurden noch ein Mal 6 km gepaddelt, von Weischenfeld bis nach Doos. Alle im Kajak, bis auf Aniko, Wulf und Yvonne, die die Landgruppe bildeten und den Wiesentweg entlang liefen. Es machte einen riesigen Spaß, sich zu bespritzen, zu witzeln ohne Ende und Anna und Martin beim singen zu zu Hören. Das Stück war nicht so der Hammer: 2 oder 3 Wehre, die alle umtragen werden mussten.

Maren übt auch den Sachsensprung

Ein bisschen interrasanter wurde es erst am Schluss, als es einen Katarakt zu bewältigen gab. Leider hatte er zu wenig Wasser und das Ganze war eine ziemliche Kiesrutscherei. Danach mussten wir von Aniko und Wulf Abschied nehmen, die nach dem Autoholen gleich heimfuhren. Zurück am Campingplatz hieß es Tschüss Yvonne, Martin und Christian. Wieder war ein tolles Wochenende vorbei.

Wilhelm

aktualisiert am: 07.12.2004
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